Die Hand in Hand Schule gewinnt Bildungspreis der Stadt Jerusalem

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Die Schüler der Hand in Hand Schule lernen bis zur 6. Klasse in Hebräisch und Arabisch mit zwei Lehrpersonen 

 

Die Jerusalem Foundation freut sich, der Max Rayne Hand in Hand Schule in Jerusalem gratulieren zu dürfen, die unlängst mit dem Preis der Jerusalemer Bildungsbehörde für das Schuljahr 2016/17 ausgezeichnet worden ist. Vor zehn Jahren hat die Jerusalem Foundation die einzigartige Schule für bilinguale Erziehung  dank Freunden gebaut, die 2007 mit großer Schweizer Präsenz eröffnet wurde.

Wir danken unseren Freunden der Jerusalem Foundation und all unseren Unterstützern und Partnern auf dieser Reise.

Zur Begründung des Preises an die Hand in Hand Schule:

Die Max Rayne Hand in Hand Schule in Jerusalem, unter der Leitung von Fr. Nadia Kinani, ist die einzige Schule ihrer Art in der Stadt. Die Schüler kommen aus vielen verschiedenen Nachbarschaften Jerusalems, sowohl hebräisch- als auch arabisch-sprechenden. Im Unterrichtet nehmen jüdische, muslimische christliche, drusische, tscherkessische und armenische, religiöse wie säkulare, Schüler teil.

Die Schule bietet ein einmaliges Bildungserlebnis, das auf den Werten der arabisch-jüdischen Partnerschaft basiert. Es wird ein sehr hohes Bildungsniveau geboten, sowie eine warmes unterstützendes Umfeld, um die Entwicklung des vollen Spektrums an Fähigkeiten jedes einzelnes Kindes zu ermöglichen.

Die Schule bringt die Kinder in einem Rahmen der Gleichstellung zusammen und bekämpft dabei Vorurteile, Ängste und Missverständnisse auf eine Weise, die Toleranz, Respekt für den Anderen und den Wunsch, in Gleichheit und Frieden zu leben, stärkt.

 

Die zweisprachige Methodik der Schule vertieft essentielle Mittel der Kommunikation, da Hebräisch und Arabisch einen gleichen Stellenwert in der Schule haben, werden auch die Schüler gleichermaßen und Hand in Hand in beiden Sprachen unterrichtet. Das Ziel ist es, dass jedes Kind auch in seiner Zweitsprache mit der gleichen Kompetenz sein Potenzial beim Lernen, Schreiben und Selbstentfalten ausschöpft.

Die Schulgemeinschaft, Lehrpersonal und Schüler haben Belästigungen von extremen gesellschaftlichen Gruppen erlebt. Doch trotz aller Hindernisse und Herausforderungen führt die Schule ihren Bildungsweg dank des Einsatzes der Lehrer und der Überzeugung aller Fachkräfte erfolgreich fort. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Eltern und Familie der Schüler involvierte Partner dieses Bildungswesens sind. 

Die Lehrer, die stets selbst an Weiterbildungen teilnehmen, haben ihre Schüler erfolgreich dabei unterstützt, ein hohes Lern- und Leistungsniveau in allen Fächern zu erreichen. Darüber hinaus fungieren die Mitarbeiter  zusätzlich als Hoffnungsquelle und demonstrieren täglich, dass das gemeinsame Zusammenleben möglich ist.

Diese Schule ist ein Modell und Beispiel für alle Bewohner Jerusalems“, so die Kommission der Bildungsbehörde. "Wir, die Erwachsenen, lernen von diesen Schülern wie man gemeinsam lebt, gemeinsam lernt und Koexistenz fördert - in der Hoffnung, dass die Nachricht zur restlichen Bevölkerung der Stadt durchdringt.“

Aus diesem Grund betrachten wir die Max Rayne Hand in Hand Schule in Jerusalem als würdigen Preisträger des Bildungspreises für das Schuljahr 2016/17.

Die Jerusalem Foundation setzt sich für ein neues Gymnasialgebäude für die Hand in Hand Schule ein. Hier können Sie mehr über dieses Projekt erfahren.

Den Bericht zum Preis im jüdischen Wochenmagazin Tachles finden Sie hier.