Ein neues Schuljahr in der Hand in Hand Schule

DSC 1643 2

"Rassismus blüht in der Ignoranz und verkümmert im Kontakt": Die interreligiöse Ausrichtung der Hand in Hand Schule wurde im Juli von der NZZ gelobt. Den Artikel finden Sie hier

 

Nach den langen Sommerferien öffnet die Max Rayne Hand in Hand Schule am ersten September erneut ihre Tore - insgesamt 684 jüdische, muslimische und christliche Schülerinnen und Schüler  freuen sich auf das neue Schuljahr. 

 

Die Hand in Hand Schule ist ein echtes Erfolgs- und Vorzeigeprojekt der gelebten Koexistenz in Jerusalem. Der bilinguale Unterricht beruht auf gegenseitigem Respekt und der Gleichberichtigung von Kulturen und Religionen. In der im Jahr 1998 gegründeten Schule werden Kinder vom Kindergarten bis zum Abitur unterrichtet. Die Gründung der Hand in Hand Schule leitete eine Reform innerhalb des Jerusalemer Erziehungswesens ein, das im Allgemeinen auf der Trennung der Schulsysteme beruht. Aufgrund ihrer progressiven Ausrichtung und der hohen Qualitätsansprüche ist die Schule zum Vorbild für andere pädagogische Einrichtungen avanciert. 

 

DSC 1740

 

Zum neuen Schuljahr begrüßt die Jerusalemer Hand in Hand Schule auch eine neue Jahrgangsstufe. Trotzdem befinden sich noch über hundert Schüler auf der Warteliste. Die hohe Nachfrage spricht für sich: Immer mehr Eltern sind von dem multikulturellen Konzept angetan, auch weil sie sich aufgrund des guten Rufs der Schule die bestmögliche Ausbildung für ihre Kinder versprechen. Die Jerusalemer Hand in Hand Grundschule gewann den renommierten "2017 Education Prize" des israelischen Bildungsministeriums. Um dem großen Andrang auf die Schulplätze gerecht zu werden, sammelt die Jerusalem Foundation Spenden für ein neues Gymnasialgebäude. Der Bau ist speziell auf multikulturellen und bilingualen Unterricht zugeschnitten und lässt viel Raum für soziale Kontakte und Gruppenaktivitäten. 

 

Hands In

 

Der Beginn des neuen Schuljahres bedeutet auch, Abschied zu nehmen. Ende Juni wurden 39 Abiturienten in einer Abschlussfeier entlassen. Aya Cohen-Bar, eine der Absolventinnen, reflektierte ihre Schulzeit mit den folgenden Worten: "Obwohl wir für die Klausuren viel gelernt haben, werde ich mich nicht in erster Linie an die Gleichungen erinnern. Was mir in Erinnerung bleiben wird, ist, dass wir gelernt haben, miteinander zu sprechen, uns gegenseitig zuzuhören und die Ideen und Meinungen der Anderen zu respektieren – auch, wenn wir nicht immer einer Meinung sind."

 

In diesem Sinne wünscht die Jerusalem Foundation allen Schülerinnen und Schülern der Hand in Hand Schule ein tolles neues Schuljahr voller prägenden Erfahrungen.