Das Seniorenzentrum im Christlichen Viertel

Center For Christian Elderly Programs

 

Das Seniorenzentrum im Christlichen Viertel

 

Der Bedarf: Die Bewohner des Christlichen Viertels der Altstadt wohnen in einem der am dichtesten bevölkerten Orte Israels und leben mehrheitlich in Armut. Ein Großteil der jüngeren Generation verlässt die Altstadt um Universitäten zu besuchen oder anderen Tätigkeiten nachzugehen. Sie lassen sich meistens in anderen Stadtteilen nieder und kehren nicht zurück in die Altstadt. Fast die hälfte aller christlichen Senioren der Altstadt und der benachbarten Wadi Al-Joz Nachbarschaft beziehen Sozialhilfe und benötigen mehr Unterstützung als die Regierung anbietet. Die ältere christliche Bevölkerung bleibt in der Altstadt, auch aufgrund der Nähe zu den Kirchen, die nicht nur als religiöses Zentrum, sondern auch als Gemeindezentrum mit sozialen Dienstleistungen dienen. Das Seniorenzentrum im Christlichen Viertel ist ein Teil des Sozialhilfeamtes der Stadtverwaltung und betreut vor allem die christlichen Bewohner des Christlichen und des Armenischen Viertels, empfängt aber auch muslimische Einwohner. Die Jerusalem Foundation erstrebt ein modernes und dynamisches Jerusalem für alle Bewohner der Stadt und schafft Gelegenheiten für die hilfsbedürftigsten Bevölkerungsgruppen der Stadt. Deshalb unterstützen wir das Seniorenzentrum im Christlichen Viertel der Altstadt.

 

Die Auswirkung: Im Christlichen Viertel der Altstadt und im benachbarten Wadi Joz leben fast 900 Senioren, die auf die Sozialhilfe der Stadtverwaltung angewiesen sind und noch mehr Unterstützung brauchen, als die Regierung anbietet. 400 dieser Sozialhilfeempfänger (45%) sind häuslich gebunden, mit Krankheiten die ihre Beweglichkeit einschränkt. Viele von ihnen sind Witwen und die meisten sin älter als 75. Mindestens 50% sind sozial und physisch isoliert und leiden emotional darunter. Sie leben in heruntergekommenen und alten Wohnungen, die schwer erreichbar sind. Sie wohnen meist allein, da die erwachsenen Kinder häufig die Altstadt verlassen.

 

Zwei Sozialarbeiter, muslimisch und christlich, betreiben das Zentrum. Das Zentrum bedient monatlich 160 Senioren, 70 besuchen das Zentrum für regelmäßige Aktivitäten und Gesprächen mit den Sozialarbeitern, die restlichen 90 werden regelmäßig Zuhause besucht. Die Altstadt beinhaltet viele Treppen ohne Geländer, Treppenwege und kleine Tore, was die Senioren davon abhält ihre Wohnungen zu verlassen.

 

Im Seniorenzentrum werden drei Sorten Dienste angeboten:

  • Soziale und bildende Programme, inklusive Hilfe im Umgang mit der Bürokratie, Computerkurse, Bibelstunden, Kunst- und Bastelprogramm, Hebräisch-Unterricht und mehr.
  • Soziale und allgemeine Unterstützung für häuslich Gebundene: Projektleiter besuchen monatlich 20 häuslich gebundene Senioren und bieten ihnen Informationen, Hilfe und Gesellschaft. Außerdem begleiten sie die Senioren zum Arztbesuch, helfen ihnen beim Beziehen ihrer Medikamente und ermuntern sie dazu, an Nachbarschaftsaktivitäten teilzunehmen.
  • Kunst und Aktivitäten: Freiwillige arbeiten mit Senioren an Kunst- und Bastelprojekten und ein Kunstlehrer macht Hausbesuche. Die Aktivitäten sind an die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst.

 

Aufgrund der Projekte des Zentrums verließen viele Teilnehmer das erste Mal in Jahren ihr Haus. Einige begannen erneut Bücher und Zeitungen zu lesen. Die körperliche und geistige Gesundheit vieler Senioren besserte sich sichtbar.

 

Projektpartner: Die Jerusalemer Stadtverwaltung.

 

Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten oder weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an: anfrage@jfjlm.org