Environment

 

Umwelt

 

Der Bedarf: Jerusalem ist das Zentrum der drei monotheistischen Religionen und als spiritueller und ethischer Wegweiser angesehen. Möchte man also Nachhaltigkeit gestalten – ökonomisch, sozial und umweltfreundlich- sollte Jerusalem mit dem besten Beispiel vorangehen. Seit tausenden Jahren schreiben Poeten über die Schönheit der Stadt und wir dürfen diese Tradition nicht versiegen lassen. Die Jerusalem Foundation steht für eine moderne und lebhafte Stadtentwicklung, in welcher alle Einwohner Möglichkeiten offenstehen. Der Gazellenpark, Grünes Katamonim and Gemeinschaftsgärten sind Programme, durch dieses Ziel erreicht werden soll.

 

Die Auswirkung: Die Umwelt und Freiflächen bereichern die Stadt mit besserer Luft und Wasserqualität und mildern das sonst so staubige mediterrane Klima. Es bewahrt den biblischen Eindruck der Geschichte Jerusalems, freie Flächen voller typischer Flora und Fauna, welche essentieller Bestandteil der lokalen Biodiversität sind. Zugleich dienen diese Flächen der Bildung und der allgemeinen Lebensqualität. Die Jerusalem Foundation und ihre Partner treten für den Erhalt und die Entwicklung natürlicher Ressourcen für die Bewohner der Stadt ein. Beispiele von Projekten sind:

 

Der Gazellenpark: Der Gazellenpark ist der letzte freie Hügel im Zentrum Jerusalems, Teil eines Tales, welches bei der Knesset beginnt und sich gen Südwesten fortsetzt. Diese Fläche ist das Zuhause einer Herde von Berggazellen. Die Straßenführung und Bebauung verhindert den Zugang der Gazellen zu ihrem ursprünglichen Pfad aus der Stadt, generiert allerdings die Chance, einen urbanen Gazellenpark zu errichten, den ersten seiner Art. Vor einigen Jahren sollte genau dieses Stück Land zu einer Wohnsiedlung erklärt werden, der Protest kam unerwartet aber bestimmt. Es formte sich eine Bewegung aus Anwohnern, Architekten, Umweltorganisationen und Konstrukteuren, die gemeinsam die Bebauung verhinderten. Heute dient der Gazellenpark als Bildungsinstitution für formelle und informelle Programme.

 

Grünes Katamonim: Eine der größten Herausforderungen in Jerusalem ist die nachhaltige Veränderung des Verhaltens der Anwohner. Die Aufgabe wird immer schwieriger, je ärmer der Bezirk ist. Ein solcher Bezirk ist Katamonim, geplagt von dauerhafter Angst um Geld, Nahrung und den nächsten Rechnungen. Dieses Projekt will der Stadtgemeinschaft einen sensibilisierten Umgang mit Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit beibringen, um später ähnliche Projekte in ganz Israel durchführen zu können. Umweltfreundliche Verhaltensweisen sollen in den Alltag übernommen werden, sodass eine gemeinschaftliche Kultur entsteht, die dem Gemeinwohl und Empfinden zuträglich ist. Grünes Katamonim existiert seit 2012 und besteht aus einem umfassenden Ansatz aus Recycling und Kompostierung, Programmen für Laien-Leadership und Sozialunternehmerturm, Bildungsinitiativen für alle Generationen und mehr. Es wurde eine breite Basis von Unterstützern gefunden und wir möchten auf diesen Erfolg aufbauen. Insgesamt gibt es hunderte aktive Teilnehmer und tausende Einwohner aller Alter profitieren.

 

Gemeinschaftsgärten: In den vergangenen 10 Jahren ist das Netzwerk auf 60 Gärten in der Stadt angewachsen und versorgt 3000 Anwohner und Freiwillige. Darin enthalten sind alle sozialen Spektren Jerusalems – Alte und Junge, Muslime und Juden, arm und reich. Somit entsteht ein gegenseitiges Lernen von Respekt gegenüber anderen Kulturen und dem Umgang mit natürlichen Ressourcen, während an den Gemeinschaftsgärten gearbeitet wird. Die Gärten dienen damit als Mittelpunkt, um Kindern und Erwachsenen Verantwortung und Kooperation beizubringen.

 

Projektpartner: Die Jerusalemer Stadtverwaltung, Gesellschaft für Naturschutz in Israel, Joint Distribution Committee (JDC) Israel

 

Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten oder weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an: anfrage@jfjlm.org